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KRC Köln 71 e.V.

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KÖLNER RUDER CLUB Köln 71


Wanderfahrt Worms - Rees

Auf den Namen des Neußer Stadtpatrons „Quirinius“ war im April das neue Kirchboot des Neusser Rudervereins getauft worden und Anreisende zum WRT in Kleve durften es nutzen auf der Fahrt vom Ober zum Niederrhein. Da sich zur DRV-Verbandsfahrt unter der Fahrtenleitung von Christoph Ehrle KCFW jedoch 20 TeilnehmerInnen angemeldet hatten, kam zum KiBo noch ein Dreier ohne hinzu, so dass für den begleiten den Landdienst immer zwei Personen zur Verfügung standen.

Wir trafen uns am 10. September in Worms, das sich auf einen offiziellen Status  als „Älteste Deutsche Stadt“ berufen kann. Da es im Bereich des dortigen Ruder-Clubs keine geeigneten Stellen gibt, ein Kirchboot zu Wasser zu lassen, wird es im Laubertsheimer Altarm dem nassen Element übergeben und noch im Abendlich in den Wormser Schutz-hafen an der Nibelungen-Brücke gerudert. Wenige Fußminuten entfernt lag das Bootshaus von „Blau-Weiß“. Bevor wir dort unser Luma-Lager aufgeschlugen, traf man sich im benachbarten „Hagenbräu“ zum Wiedersehen oder Kennenlernen bei dem ein oder anderen Bierchen.

Der erste Rudertag nach Oppenheim war nur ein halber. Zunächst jedoch geniossen wir das Stadtpanorama von „Wormatia“ mit dem weit sichtbaren Dom St. Peter.  Nach 36 km hat sich jeder auf seinem Platz eingerudert; im Yachthafen wird das Boot vertäut. Nach einem kleinen Imbiß ging es in den Untergrund. Das Oppenheimer Kellerlabyrinth unter der Katharinenkirche zählt rd. 600 Keller, der älteste von 1270. Der Rest des Tages verbrachten wir auf dem Weingut Paulinenhof in Selzen. Der Weg dorthin durch die Weinberge war eine gemütliche Fahrt auf zwei von Traktoren gezogenen Leiterwagen. Das Winzerehepaar Ina und Rolf Bernhard gestalten das interessante Programm: Kaffeetrinken zwischen den Reben, Erläuterungen zum Weinanbau, Wein-verkostung zum Abendessen, Besichtigung der Kelterei und letztendlich ein opulentes Frühstück nach einer Luma-Nacht.

Der Sonntag bringt den ersten Härtetest für die Mannschaften. Es sind 75 km bis St. Goar zu bewältigen, jedoch unterbrochen durch Pausen bei der Mainzer RG und der Binger RG sowie zwangsweise am schwimmenden Bootshaus des Wassersportvereins Lorch, als eine Regenfront mit Sturmböen durch den landschaftlich sicherlich schönsten Teil des Rheintals zieht. So hat sich auch die schöne Maid auf dem Loreley- Felsen zurückgezogen. man hätte so gerne hinauf gewunken. Da kein Schiffsverkehr ist, können die Boote treibend diesen Teil der sog. Gebirgsstrecke zurücklegen bis zum nahen Hafen St. Goar. Die Jugendherberge liegt gleich oberhalb.

Der dritte Rudertag zeigt sich wettermäßig wieder von der sonnigen Seite, so dass man den Anblick der zahlreichen Burgen genießen kann, oftmals mit der Frage: wie heißt denn diese? Nach dem Mittagspicknick am Bootshaus in Lahnstein gleiten noch einige Hingucker vorbei: aus alten Zeiten die Prachtbauten am Ufer von Koblenz, das Reiterdenkmal am Deutschen Eck, die Feste Ehrenbreitstein und als Kontrast die Ruine des Atomkraftwerkes Mülheim-Kärlich. In Neuwied gibt es gute Übernachtungsplätze für das Kirchboot im Hafen des Motorbootclubs und für die Mannschaften im Bootshaus der Rudergesellschaft.

Von Neuwied aus geht die Rudertour weiter Richtung Siebengebirge. Rheinland-Pfalz  adé, willkommen in NRW!  Während der Mittagspause beim WSV Honnef genossen wir den Blick auf den gegenüber liegenden Rolandsbogen und den Drachenfels stromab. Die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn gleitet vorbei, der  Mittelrhein und das Gebirge verabschieden sich, denn schon an der Siegmündung beginnt der Niederrhein. Nach 76 km endet die Tagesetappe am schwimmenden Bootshaus der KölnerCfW.

In der Jugendherberge Köln-Deutz – eher ein großes Hotel – sind Betten reserviert. Der Abend wird lang,denn „Kölle is e Jeföhl“. Und dieses Gefühl erleben die Teilnehmer bei einer Stadtführung und dem an schließenden Brauhausbesuch.

Die längste Tagesetappe der Wanderfahrt sind die 8o km bis Krefeld, der „Stadt wie Samt und Seide“. Sehenswert eher die Skyline der Landeshauptstadt Düsseldorf und die Kaiserpfalz in Kaiserswerth. Das KiBo im Hafen unmittelbar am Uerdinger RC für die Nacht festzumachen, ist nicht ganz einfach und dauert, derweil schon einige die Luma`s aufblasen.

Am sechsten Tag geht es vorbei an zahlreichen Industrieanlagen, insbesondere die gigantischen Hüttenwerke in den Duisburger Stadtteilen Huckingen und Walsum. Die Gegend ist flach, eben Niederrhein. Meist bläst der oblem. Lediglich die auf Eins im Bug Rudernden können schon mal Spritzwasser abbekommen. Die Etappe endet im Yachthafen von Wesel, der Stadt, an der 1945 die Amerikaner den Rhein überquerten, beobachtet von Feldmarschall Montgommery, Premierminister Churchill und Präsident Eisenhower vom Balkon des Hotels „Wacht am Rhein“, einige Kilometer stromauf.

Der letzte gemeinsame Abend im Bootshaus der Ruder- und Tennisgesellschaft Wesel wird ein feuchtfröhlicher dank der guten Bewirtschaftung und hat seinen Höhepunkt in den Dankesworten für die Fahrtleitung mit Monika und Christoph Ehrle sowie Uli Westen-dorf.

Kurz vor den Toren von Rees, dem „Schatzkästchen am Niederrhein“, endet die DRV-Fahrt am nächsten Tag. Der Endpunkt und gleichzeitige Start der Boote für die Fahrt nach Kleve ist nicht zuverfehlen. Fahnenschwenkende und rufende Helfer am Ufer machen darauf aufmerksam, wo man am Sandstrand anlanden soll. Eine schöne und harmonische Wochenfahrt hat ihren Abschluß gefunden.

 


Bild des Tages

 

Der KRC71

Der KRC71 wurde 1978 gegründet und befindet sich direkt am Fühlinger See in Köln. Hier finden sich Erwachsene und Jugendliche – Anfänger und "alte Hasen" zusammen, die eine ausgeprägte Freude an einem harmonischen Miteinander an Land und auf dem Wasser haben, sei es, um eine Platzierung auf einer Regatta zu erringen oder bei Wanderfahrten in anderen Ruderrevieren unvergessliche Gemeinschaftserlebnisse in Erinnerung zu behalten.

Trotz des sehr langen Winters haben wir wieder viel im Wintertraining bewegt und sind nicht erst beim Anrudern aus dem "Winterschlaf" erwacht! Die Kondition für die beginnende Ruderjahr 2011 haben wir uns im Herbst und Winter zulegt. Für die kommende Rudersaison haben wir viel auf dem Programm. Einige Wanderfahrten, sowie Regatten und vor allem das Wanderrudertreff in Bingen. Der Spaß und die Kameradschaft und vor allem das gesellige Miteinander stehen hierbei im Vordergrund.